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MK39: Manufakturen Teil 4 in der Region Mecklenburg-Schwerin

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Teil 4: Hutsalon, Kürschnerei, Kreativ-Hof und Schmiede: Kunst-Handwerker in Mecklenburg-Schwerin

Der Hutsalon Rieger in Schwerin
Fein herausgeputzt: Sagen Sie bloß nicht „Hutmacher“. Damit outen Sie sich als kompletter Dilettant. Genoveva Rieger und ihre Tochter Marie-Antonett sind „Putzmacherinnen“. http://hutsalon-rieger.de

Die Kürschnerei Götz Weidner in Schwerin
Ein Pelz fürs Leben: Wer bei der Kürschnerei an reiche, alte Damen in schweren, langen Pelzmänteln denkt, erlebt im Atelier von Götz Weidner in Schwerin eine Überraschung. Flauschig, leicht und kurz geschnitten sind die Jacken in der Auslage. http://www.weidner-pelze.de

Der Rothener Hof
Selbermachen als Wertschätzung: Am Anfang war der Kuhstall. Ein architektonisch reizvolles Gebäude, zu schade, um es verfallen zu lassen. Und so gründete sich im Jahr 2000 in Rothen ein Verein, um den Kuhstall zu erhalten und wieder zu beleben. Heute sind dort sieben verschiedene Werkstätten angesiedelt, und jeder Handwerker besetzt eine besondere Nische. Eine Metallwerkstatt, eine Möbeltischlerei, eine Druckerei mit Handpressen, eine Obst-Mosterei und eine Gaststätte bilden die Gemeinschaft im Rothener Hof. Wirtschaftlich gesehen, ein „Mikro-Cluster“, der perfekt ineinander greift und immer weiter wächst. 2009 eröffnete die Glas- und Medienkünstlerin Daniela Melzig ihr Atelier. Achim Behrens ist von Haus aus eigentlich Tischler. http://www.rothenerhof.de

Die Schmiede Radsack in Stresdorf
Familienbetrieb der Zukunft: Tradition bedeutet, das Althergebrachte nicht nur kommenden Generationen zu überliefern, sondern immer weiter zu entwickeln und neuen Bedürfnissen anzupassen. Manchmal entsteht daraus wie im Handumdrehen ein neuer Geschäftszweig. So war es in der Schmiede Radsack in Stresdorf bei Gadebusch. Birger und Coco Radsack suchten eigentlich nur nach einer Unterbringung für ihren Praktikanten. Herausgekommen sind schließlich hochmoderne mobile Wohnungen, neudeutsch: Tiny houses genannt.

https://www.schmiede-radsack.de

Die Interviews führte meine Verlagskollegin Corinna Hesse. Sie hat mit den kreativen Machern gesprochen – über das Handwerk, über das Leben, über die Zukunft.

Kulturlandschaften im Norden
Die ManufakTouren-Route entstand für die Metropolregion Hamburg im Rahmen des Leitprojektes KulturLandschaftsRouten (2016-2018). Entwickelt wurden insgesamt fünf neue Erlebnisrouten sowie Hörgeschichten mit je 15 bis 20 Tracks pro Region, die zu Hause oder per Smartphone auch unterwegs gehört werden können.

MK38: Manufakturen Teil 3 in der Region Mecklenburg-Schwerin

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Teil 3: Porzellan- und Textilmanufaktur, Gravur-Atelier: Kunst-Handwerker in Mecklenburg-Schwerin

Die erste Mecklenburgische Porzellanmanufaktur in Sukow
Gefäße aus Licht: Um aus Tonerde das „weiße Gold“ herzustellen, braucht es Geduld. Die Werkstatt von Kerstin Behrens in Sukow ist zweigeteilt. Die erste Abteilung ist der „Manschraum“. Hier wird die Porzellanmasse zusammengerührt und gebrannt. Dann beginnt Kerstin Behrens im lichtdurchfluteten Atelier zu malen. Vor dem ersten Pinselstrich allerdings kommt eine Art Ritual. http://porzellan-manufaktur.de

Die Manufaktur Basthorst
Filzen als Philosophie: Wer die Textilgestalterin Claudia Stark in ihrer Manufaktur Basthorst bei Crivitz besucht, gewinnt zunächst vor allem eins: Zeit! https://claudia-stark.jimdo.com/werkstatt-laden

Die Graveurmeisterin Carola Frericks in Schwerin
In der Tiefe glänzend: Ein Frauenberuf, der auf die Knochen geht. Wenn Carola Frericks in ihrem Atelier in der Schweriner Münzstraße den Stichel in das Metall treibt, dann ist das Schwerstarbeit. http://www.gravur-manufaktur.de

Die Interviews führte meine Verlagskollegin Corinna Hesse. Sie hat mit den kreativen Machern gesprochen – über das Handwerk, über das Leben, über die Zukunft.

Kulturlandschaften im Norden
Die ManufakTouren-Route entstand für die Metropolregion Hamburg im Rahmen des Leitprojektes KulturLandschaftsRouten (2016-2018). Entwickelt wurden insgesamt fünf neue Erlebnisrouten sowie Hörgeschichten mit je 15 bis 20 Tracks pro Region, die zu Hause oder per Smartphone auch unterwegs gehört werden können.

MK37: Manufakturen Teil 2 in der Region Mecklenburg-Schwerin

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Holzbildhauerei, Taschenmanufaktur, Uhren, Kindermöbel:
Die Holzbildhauermeisterin Silke Krempien in Schwerin
Auf Spurensuche: Für die einen ist es ein Stück Holz. Für Silke Krempien offenbart sich das Geheimnis eines Baumlebens, wenn sie den Rohstoff für ihre Kunstwerke in den Händen hält. Denn in jedem Holz lässt sich das Wachstum des Baumes nach-lesen. http://www.gedok-mv.eu/kuenstlerinnen/krempien.html
Die Taschen-Manufaktur Red Rebane in Schwerin
Mein Freund, der Rucksack: In der offenen und lichtdurchfluteten Werkstatt von Christian Karius und Stephan Porth in der Schweriner Möwenburgstraße wird alles noch von Hand gefertigt. Christian entwirft neue Designs und schneidet die Stoffe zu, zwei Näherinnen fügen alles zusammen. Stephan ist für den Einkauf zuständig. https://www.red-rebane.de
Der „Klockenschauster“ von Schwerin
Alles zu seiner Zeit: Eigentlich heißt er ja Hans-Joachim Dikow. Aber er ist eine Instanz in der Schelfstadt von Schwerin. Und als solche wird der Uhrmacher einfach „Klockenschauster“ genannt. https://www.de-klockenschauster.de
Kindermöbel aus Dömitz
Schnurstracks eingenommen: Viele Erfinder entwickeln ihre Ideen aus einem eigenen Bedürfnis heraus und gar nicht in erster Linie für einen Markt. Aber wo ein eigenes Bedürfnis ist, könnte es ja sein, dass auch andere Menschen so etwas brauchen. So wurden Tim und Sabine Schinkel zu Produzenten von Kindermöbeln. https://www.timkid.de
Die Interviews führte meine Verlagskollegin Corinna Hesse. Sie hat mit den kreativen Machern gesprochen – über das Handwerk, über das Leben, über die Zukunft.
Kulturlandschaften im Norden
Die ManufakTouren-Route entstand für die Metropolregion Hamburg im Rahmen des Leitprojektes KulturLandschaftsRouten (2016-2018). Entwickelt wurden insgesamt fünf neue Erlebnisrouten sowie Hörgeschichten mit je 15 bis 20 Tracks pro Region, die zu Hause oder per Smartphone auch unterwegs gehört werden können.

MK36: Manufakturen Teil 1 in der Region Mecklenburg-Schwerin

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Die weite Landschaft Mecklenburgs zieht Naturliebhaber an und Menschen mit Sinn für das Schöne. Und so kommt es, dass sich hier immer mehr Handwerker und Künstler ansiedeln. Sie suchen Inspiration in der Natur und genießen den Platz, um ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen.
Tradition und Innovation: Viele der in der Region ansässigen Produzenten üben ein traditionelles Handwerk aus. Mit neuen Ideen und moderner Technik führen sie die Traditionen in die Zukunft.
Manche ihrer Berufe sind andernorts fast ausgestorben. Dennoch spüren alle Menschen, die mit eigenen Händen etwas schaffen, eine tiefe innere Befriedigung – gerade in Zeiten digitaler, virtueller Welten. Und so regt der Besuch in den Manufakturen im Garten- und Seenland Mecklenburg-Schwerin auch zum Nachdenken über das eigene Leben an. Was erwarten wir eigentlich von unserem Beruf? Welche Werte stecken in den Produkten, die uns umgeben? Wie gehen wir mit unseren Ressourcen um? Handwerk als Berufung: Die Handwerker im Garten- und Seenland Mecklenburg-Schwerin sprechen gern mit den Besuchern – über ihr Schaffen und über ihre Lebensphilosophie. Eine Haltung, die sich auf andere Menschen in ihrem Umfeld überträgt. Denn viele der Produzenten gestalten nicht nur ihre Werke, sondern auch den Ort, an dem sie leben, aktiv mit. Corinna Hesse hat mit diese kreativen Machern gesprochen – über das Handwerk, über das Leben, über die Zukunft. Besuchen Sie mit uns 16 Manufakturen (Podcast in vier Teilen) und ihre schöpferischen Inhaber.

MK35: Das Hitzacker-Dorf und KUBA – gemeinsam, interkulturell, nachhaltig

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Hauke Stichling-Pehlke ist vor knapp 30 Jahren ins Wendland gekommen. Ein ehemaliger Großstädter, der sich bewusst für das ländliche Leben in Hitzacker entschieden hat. Sein Studium hat er wegen der eigenen Ungeduld nicht beendet. Er wollte nicht länger Theorien entwickeln, sondern Projekte rasch in die Tat umsetzen. In Hamburg-Wilhelmsburg hat er im zeitlichen Umfeld der Internationalen Bauausstellung IBA ein interkulturelles Seniorenheim gebaut. Seit Winter 2011 können im Veringeck (https://www.iba-hamburg.de/projekte/veringeck/projekt/veringeck.html) deutsche und türkische Senioren können in Wilhelmsburg gemeinsam unter einem Dach ihren Lebensabend verbringen.
Auf diese Erfahrungen baut sein aktuelles Projekt auf. Im Wendland soll nun ein neues interkulturelles und altersgemischtes Mehrgenerationendorf entstehen das [Hitzacker-Dorf] (https://hitzacker-dorf.de). Am ersten Haus wird gerade gebaut (Sommer 2018). Im Interview betont Hauke Stichling-Pehlke: „Das Hitzacker-Dorf ist kein fertiges Produkt. Es ist eine Idee, die von allen gemeinsam entwickelt und stetig auch weiterentwickelt werden soll.“
Dafür gibt es verschiedene Arbeitsgruppen, z. B. für den Bau und die Dorfplanung (Bau), für Büro und Öffentlichkeitsarbeit, für Interkulturelles, Gemeinschaftsbildung und das Gemeinschaftshaus, für Mobilität, Stoffkreisläufe und Solidarität, für Nahrung und Küche, für Kinderbetreuung und Garten, für Finanzen und Fundraising, für Datennetz, IT und Gewerbe.
Dabei haben die Akteure auch das wohnortnahe Arbeiten im Blick: Coworking für StartUps, ein Gesundheitszentrum und ein kleines Gewerbegebiet sind geplant. Es wurden basisdemokratische Strukturen mit Vorstand und Aufsichtsrat geschaffen. Einmal pro Woche taggt das Plenum für kleine Entscheidungen, große Themen werden in der Generalversammlung diskutiert. Wie wird z. B. das Thema Nachhaltigkeit im Hitzacker-Dorf umgesetzt? Wie wird Mobilität im Alltag gelebt, was können Carsharing und E-Autos leisten. Um die Kosten überschaubar zu halten, werden, ausschließlich Mehrfamilienhäuser nach einem Modulsystem gebaut. Pehlke macht auf Nachfrage folgende Beispielrechung auf: Eine vierköpfige Familie erwirbt für den Bau einer 90qm großen Wohnung Genossenschaftsanteile in Höhe von 20.000 € und zahlt nach Fertigstellung des Baus eine Kaltmiete von knapp 6 € pro qm. 12 Häuser sind im Sommer 2018 durchfinanziert, Verträge mit der GLS-Bank geschlossen. Der Bau des ersten Hauses ist gerade gestartet. Bei der Erschließung des Baugrundes wurden archäologische Fundstellen freigelegt und ergaben, dass die Region schon etwa 300 Jahre vuZ besiedelt wurde. Ein Brennofen, der in einem Meter Tiefe gefunden wurde, lässt darauf schließen, dass die damaligen Bewohner mit der Verhüttung von Raseneisenstein Erz gewonnen und veredelt haben. So wird die Siedlungsgeschichte stetig weiter geschrieben.
Im zweiten Teil des Interviews berichtet Hauke Stichling-Pehlke über den ehemaligen Bahnhofs in Hitzacker, der heute KUBA – Kulturbahnhof heißt. Im April 2014 ersteigerte der frisch gegründete Bürgerverein [KUBA e.V.](https://www.kuba-ev.de) den 174 erbauten Backstein-Bahnhof für 32.000 €. Heute ist KUBA ein Kulturzentrum, das von vielen Künstlern, Kreativen und lokalen Gruppen genutzt wird. Der Verein koordiniert die vielfältigen Aktivitäten und hat derzeit etwa 80 Mitglieder. Auch Schüler brüten immer wieder Ideen aus, u. a. die Kulturaktie, um KUBA zu unterstützen.
Hauke Stichling-Pehlke ist optimistisch: Sowohl KUBA als auch das Hitzacker-Dorf zeigen, das sich die Bürger gerne sinnstiftend engagieren und zivilgesellschaftlich Verantwortung übernehmen. Damit zeigen sie Wege auf, wie es zukünftig im Wendland weiter geht.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laen

MK34: Archäologie und Vampirglaube im Wendland

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Arne Lucke hat viel erlebt und viel von der Welt gesehen. Als Archäologe und Ethnologe hat er zahllose Länder bereist und war an vielfältigen Grabungen beteiligt. Im Wendland war er Kreisarchäologe und hat den [Museumsverbund Lüchow-Danneberg e. V.](https://www.luechow-dannenberg.de/home/themenseiten/museumsverbund.aspx) gegründet. In die Ferne zog es ihn immer wieder. Egal mit welcher Kultur er sich auch beschäftigte: Lucke stellte immer wieder fest, dass es einen gemeinsamen Nenner gibt: Die Angst vor Untoten und vor Vampiren, manchmal auch Doppelsauger ("Duwwelsüger"), Wiedergänger oder Nachzehrer genannt, existiert in nahezu allen Kulturen. Sie ist wissenschaftlich auf vielfältige Weise belegt - archäologisch, ethnologisch und historisch.
[Arne Lucke](https://wendland-net.de/post/ungeliebtes-kleinod-azh-59713) wird zum
„Vampir-Experten“. Im Wendland stieß er auf ein Feld mit über 100 Grabstellen, von denen die Mehrheit eigenartige Besonderheiten aufwies. Der Kopf war vom Rumpf des Leichnams getrennt, Steine beschwerten das Brustskelett, der Tote war mit dem Kopf nach unten beigesetzt worden. Einige Grabstellen waren abgebrannt oder verkokelt. Bald ist sich Lucke sicher: Die speziellen Bestattungsrituale weisen auf den im Wendland verbreiteten Vampirglaube hin. Bevor sich das Wissen um Infektionskrankheiten in der Bevölkerung verbreiten konnte, versuchten sich die Menschen Todesfälle in der Familie mit „untoten Wiedergängern“ zu erklären. Im Interview erläutert der Archäologe weitere Gründe für den Vampirglaube. Auch ein Zeitenwandel bringe stetig die Angst vor Veränderung mit sich. Die slawischen Wenden seien einst vom Christentum überrollt worden. Heute fürchten sich die Menschen vor Globalisierung, Klimawandel und Digitalisierung. Daher sei gerade wieder eine neue Welle des Vampir-Trends zu spüren, so Lucke. Der Ethnologe erzählt ausführlich, wie der Dracula-Roman vom Bram Stoker dafür sorgte, dass das Thema von vielen bis heute im rumänischen Transsylvanien verortet wird. Dabei sei der Vampirglaube universal und uralt, bereits in der Jungsteinzeit um 2500 v.u.Z. verbreitet, so Arne Lucke. Auch im Spreewald und in Mexiko ist er auf verschieden Weise belegt. Durch die Vermischung von heidnischen und christlichen Bräuchen hätten die Mexikaner bis heute ein besonderes Verhältnis zum Tod mit speziellen Bräuchen. Den Tag der Toten (Día de los muertos) feiern sie mit speziellen Süßigkeiten, wie den Skeletten aus Pappmaché und Zucker.
Auch über die zeitgeschichtliche Archäologie spricht Arne Lucke, etwa über die aktuellen Grabungen im ehemaligen Protestcamp in Gorleben, in dem Lucke 1980 selbst gelebt hat, wie er erzählt. Die historische Archäologie hat er im Wendland in [Rundlingsdörfern]( http://www.rundlingsverein.de) betrieben und dort in abgebrannten Häusern geforscht.
Arne Lucke ist von Neugier und Interesse an Menschen, Zeiten und Kulturen angetrieben. Seine letzte vierwöchige Reise führte ihn im Frühjahr 2018 in den Iran, ein wundervolles Land voller gastfreundlicher Menschen und einer faszinierenden Kultur. Wenn er ins Wendland zurückkehrt, genieße er jedes Mal die Weite der Landschaft und Natur.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK33: Kunst, Kultur, Widerstand – Kukate und Kulturelle Landpartie im Wendland

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Michael Seelig hat im Wendland vieles initiiert, bewegt und vorangebracht. In den 70er Jahren gründete er in Waddeweitz auf einem Resthof den [Werkhof Kukate](http://werkhof-kukate.de/). Gemeinsam mit anderen Akteuren hat er die [Kulturelle Landpartie]( https://www.kulturelle-landpartie.de) auf den Weg gebracht und sie von Beginn an mitgestaltet. Außerdem ist Seelig Vorstand der [Grünen Werkstatt Wendland]( http://www.gruene-werkstatt-wendland.de), ein Kreativ- und Ideenlabor, das soziale Innovationen in der Region vorantreibt.
Michael Seelig erzählt von den Anfängen seines Werkhofes Kukate, einer fast 200 Jahre alten Hofstelle mit einem Vierständer-Fachwerkhaus und mehreren Nebengebäuden. Er berichtet, wie er das Konzept für das gemeinsame handwerkliche Schaffen mit seiner Frau Inge über die Jahre weiterentwickelt hat. Ihr Schwerpunkt ist das Handweben. In einigen Ländern gehört dieses besondere Handwerk bereits zum [immateriellen Kulturerbe]( https://www.massivkreativ.de/wir-echt-bunt-immaterielles-kulturerbe) der UNESCO. Seit 1990 organisiert Inge Seelig in Kukate die Weberklassen als nebenberufliche Ausbildung. Nach 4 Jahren können die TeilnehmerInnen sie mit der Gesellenprüfung abschließen. Auch die Zeitschrift weben+ wird von Inge Seelig herausgegeben. Sie die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift für das Handweben.
In Kukate treffen sich Gleichgesinnte, die eine große Liebe und Begeisterung für das Handwerk teilen. Abseits vom Alltagstreiben können sie sich einer künstlerischen oder handwerklichen Tätigkeit widmen und auch über Nacht bleiben. Kukate beherbergt eine Webwerkstatt, eine Töpferei, eine Goldschmiede, eine Tischlerwerkstatt sowie mehrere Räume, die nach Bedarf gestaltet und genutzt werden können. Eine große Gemeinschaftsküche bietet die Möglichkeit der Selbstverpflegung, auch das schmiedet die Gäste des Werkhofes immer wieder aufs Neue zusammen. Nach getaner Arbeit treffen sich die Kreativen zum Essen und Austausch in einem Aufenthaltsraum im Werkstattgebäude oder in der großen Diele mit offenem Kamin. Bei schönem Wetter tauschen sich die Gäste draußen im kopfsteingepflasterten Hof unter alten Kastanienbäumen aus.
Im zweiten Teil des Interviews erzählt Michael Seelig darüber, wie 1989 die Kulturelle Landpartie (KLP) im Wendland entstand und wie sich die Wunde.r.punkte über die Jahre stetig weiterentwickelt haben.
Jedes Jahr zwischen Himmelfahrt und Pfingsten bieten Bürger in über 90 Dörfern im Wendland Ausstellungen und Veranstaltungen an – aus den Bereichen Kunst und Kunsthandwerk, Musik, Klangkunst und Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik und Kabarett, Performance und Tanz, Vorträge, Lesungen und Führungen. Über 800 Künstler sind daran beteiligt. Die Wurzeln der KLP liegen im politischen Widerstand gegen das Atommüll-Lager Gorleben. Das gelbe X wurde weit über die Grenzen des Wendlandes hinaus zum Symbol des Widerstandes. Zur 30. Kulturellen Landpartie vom 30. Mai bis 10. Juni 2019 lassen sich Künstler und Kreative wieder in ihren Ateliers und Werkstätten über die Schulter schauen.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK32: Altes bewahren, Neues wagen - Architektur im Wendland

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[Ralf Pohlmann](http://pohlmann-architekten.de) ist Neuschöpfer, Bewahrer und Erneuerer. Als Architekt baut er im Wendland neue Gebäude, vor allem Schulen, und saniert alte Bausubstanz, z. B. historische Hallenhäuser und alte Kornspeicher wie in Gartow. Oberstes Gebot für ihn ist, den besonderen Geist der alten Gebäude zu schützen. Zu seinen aktuellen Projekten zählt die alte [Eisenbahnbrücke bei Dömitz](https://www.geschichtsspuren.de/artikel/verkehrsgeschichte/52-doemitz-eisenbahnbruecke.html), die früher Mecklenburg und Niedersachsen verband und heute unter Denkmalschutz steht. Erbaut wurde die ursprünglich 986 Meter lange Brücke zwischen 1870 und 1873 von der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft. Am Ende des 2. Weltkrieges haben die Alliierten sie bei einem Luftangriff stark zerstört. Es blieben nur Überreste auf dem westlichen Teil der Elbe in Niedersachsen, 16 Brückenbögen mit dem zugehörigen Brückenkopf.
2010 ersteigerte der niederländische Unternehmer Toni Bienemann das Bauwerk aus dem ehemaligen Besitz der Deutschen Bahn. Gemeinsam mit dem Freundeskreis Dömitzer Eisenbahnbrücke plant er, aus dem alten Industriedenkmal einen „Skywalk“ zu machen. Auf dem Natur-Laufsteg sollen Besucher tagsüber die Weite des Elbblicks genießen und nachts in den endlosen Sternenhimmel blicken. Weil die Brücke inmitten des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue liegt, können Naturliebhaber von hier aus auch Tiere beobachten und sich an Pflanzen erfreuen.
Im Interview berichtet Architekt Ralf Pohlmann über Herausforderungen bei der Sanierung der Eisenbahnbrücke. Er beschreibt die Besonderheiten des einzigartigen Industriedenkmals: das wehrhaft gestaltete Brückenhaus und seine 16 Flutbrückenbögen. Pohlmann gibt einen Überblick über weitere spannende Sanierungsprojekte im Wendland, u. a. über die Wiederherstellung und Umnutzung des alten vierstöckigen vierstöckigen [Fachwerk-Kornspeichers in Gartow](https://region-wendland.de/sehensw%C3%BCrdigkeit/zehntspeicher), der schon im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Zuletzt erzählt er, wie für ihn eine moderne, zeitgemäße Schule aussehen muss, um Kindern und Jugendlichen eine inspirierende Lernumgebung zu bieten.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK31: Soziale Innovationen im Ideenlabor - die Grüne Werkstatt Wendland

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###[Die Grüne Werkstatt](http://www.gruene-werkstatt-wendland.de/) versteht sich als kreatives Ideenlabor und Impulsgeber für das Wendland, Plattform und Prototyp in einem. Das Büro ist im ehemaligen Alten Postamt in Lüchow untergebracht, kurz [Postlab](http://www.gruene-werkstatt-wendland.de/postlab-kreativlabor/ueber-das-postlab) genannt. Ein engagierter Kreis von Ehrenamtlichen entwickelt und koordiniert neue Vorhaben, die jeweils über Projektförderungen finanziert werden. Hinter der grünen Werkstatt steht ein kleiner gemeinnütziger Verein, der Netzwerke zwischen Hochschulen, Schulen, Verwaltungen und regionaler Wirtschaft initiiert und so die Region stärkt. Zu den Initiatoren gehören Bürger, Vertreter der Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg und der Wirtschaftsförderung, Künstler, Handwerker und Unternehmer. Die Grüne Werkstatt Wendland beschreibt sich selbst als „Treffpunkt für Menschen, die für ihre Projekte Mitdenkende, Mitmachende und Ermöglichende suchen, als Platz für Freischaffende und Firmengründende, die nicht allein arbeiten wollen, sondern Austausch suchen, als Raum für Menschen, die etwas bewegen wollen und sich darüber mit anderen austauschen wollen, als gute Adresse für Wendländer auf Zeit, die an ihren Ideen arbeiten wollen, als Ort, an dem man gut Kaffee trinken und Ideen ausbrüten kann“. Die Aktion [Willkommenstrunk]( https://www.massivkreativ.de/nachlese-kreative-ideen-fuer-gefluechtete-aus-der-community/) zum Beispiel erfand eine kreative Gruppe um Webdesignerin Simone Walter, bei der Geflüchtete und Einheimische gemeinsam Äpfel ernteten und daraus einen Saft pressten.
Nicole Servatius übernahm direkt nach ihrem Studium an der [HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim](https://www.hawk-hhg.de/) die Leitung des Projektbüros der grünen Werkstatt. In Design Camps brachte sie junge Design-Studenten und Absolventen mit lokalen Unternehmen zusammen, die gemeinsam neue maßgeschneiderte Produkte und Geschäftsmodelle entwickelten. Im Interview berichtet Nicole Servatius über weitere Projekte der grünen Werkstatt, z. B. über Ausstellungen junger Designerinnen im Wendland und im Museum Wustrow, z. B. „Museum öffne Dich“ und „Stadt Land Flucht“ [Ausstellungen]http://www.gruene-werkstatt-wendland.de/foerderpreis/echt-wendland/ und über „Leben auf dem Lande - Wohnen auf großen Höfen“. Sie stellt ihre neue Tätigkeit als Leiterin der Stabsstelle [Regionale Entwicklungsprozesse des Landkreises Lüchow-Dannenberg] vor (https://www.luechow-dannenberg.de/desktopdefault.aspx/tabid-1053/1313_read-4218/) und das neu gestartete Projekt [Wendlandlabor](https://wendland-net.de/post/foerderung-bewilligt-wendlandlabor-kann-starten-33877) des Landkreises Lüchow Dannenberg als Projekt für soziale Innovationen. Sie spricht über Synergie-Effekte für die Grüne Werkstatt, über junge Fachkräfte für die Region, über Chancen, Potentiale und den besonderen Charme des Wendlands.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK30: Leben und Arbeiten im Wendland: der Cartoonist Wolf-Rüdiger Marunde

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Der Cartoonist und Illustrator [Wolf-Rüdiger Marunde]( http://www.wolf-ruediger-marunde.de/home/) ist in Hamburg geboren, dann in ländlichem Umfeld auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein aufgewachsen und lebt seit 1988 im Wendland. Er hat für viele Print-Magazine gezeichnet, u. a. für Brigitte, Stern und Pardon. Bis heute erscheint ein wöchentlicher Cartoon von ihm in der HÖRZU. In seinen lebensprallen Zeichnungen und Illustrationen nimmt Marunde häufig Bezug auf das Landleben. Seine Helden und Charaktere, z. B. Tiere, häufig Schweine, Bauern, Jäger, Großstädter und Umweltaktivisten stammen aus Stadt und Land. Wenn beide Welten aufeinandertreffen, ergibt sich „Zündstoff“. Auch Umwelt und Politik thematisiert Marunde in seinen Arbeiten. Im Interview erzählt er, was das Besondere am Wendland ist, wie er die Anti-Atomkraft-Bewegung rundum Gorleben erlebt hat, wie die Kulturelle Landpartie einst begann, wie er heutige gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme sieht, welche Rolle Künstler in der Gesellschaft spielen und über seine künstlerische Arbeit und seine Recherchen. Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)

Über diesen Podcast

Der MassivKreativ-Podcast navigiert durch die spannende Welt der Kultur- und Kreativwirtschaft, stellt in Interviews und Reportagen Akteure und Helden vor, zeigt deren Innovationspotenziale und Impulse für Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Stadtentwicklung, Zivilgesellschaft und Bildung. Kreativität geht oft überraschende Wege. Genauso inspirierend soll MassivKreativ sein, es verbindet, gibt Impulse, sät Begeisterung und Leidenschaft, erweitert den Horizont und macht Mut, sinnstiftend, kreativ und innovativ zu wirken.
Ich freue mich über Nachrichten, Ideen, Anregungen!
Antje Hinz, MassivKreativ

von und mit Antje Hinz

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