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MK34: Archäologie und Vampirglaube im Wendland

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Arne Lucke hat viel erlebt und viel von der Welt gesehen. Als Archäologe und Ethnologe hat er zahllose Länder bereist und war an vielfältigen Grabungen beteiligt. Im Wendland war er Kreisarchäologe und hat den [Museumsverbund Lüchow-Danneberg e. V.](https://www.luechow-dannenberg.de/home/themenseiten/museumsverbund.aspx) gegründet. In die Ferne zog es ihn immer wieder. Egal mit welcher Kultur er sich auch beschäftigte: Lucke stellte immer wieder fest, dass es einen gemeinsamen Nenner gibt: Die Angst vor Untoten und vor Vampiren, manchmal auch Doppelsauger ("Duwwelsüger"), Wiedergänger oder Nachzehrer genannt, existiert in nahezu allen Kulturen. Sie ist wissenschaftlich auf vielfältige Weise belegt - archäologisch, ethnologisch und historisch.
[Arne Lucke](https://wendland-net.de/post/ungeliebtes-kleinod-azh-59713) wird zum
„Vampir-Experten“. Im Wendland stieß er auf ein Feld mit über 100 Grabstellen, von denen die Mehrheit eigenartige Besonderheiten aufwies. Der Kopf war vom Rumpf des Leichnams getrennt, Steine beschwerten das Brustskelett, der Tote war mit dem Kopf nach unten beigesetzt worden. Einige Grabstellen waren abgebrannt oder verkokelt. Bald ist sich Lucke sicher: Die speziellen Bestattungsrituale weisen auf den im Wendland verbreiteten Vampirglaube hin. Bevor sich das Wissen um Infektionskrankheiten in der Bevölkerung verbreiten konnte, versuchten sich die Menschen Todesfälle in der Familie mit „untoten Wiedergängern“ zu erklären. Im Interview erläutert der Archäologe weitere Gründe für den Vampirglaube. Auch ein Zeitenwandel bringe stetig die Angst vor Veränderung mit sich. Die slawischen Wenden seien einst vom Christentum überrollt worden. Heute fürchten sich die Menschen vor Globalisierung, Klimawandel und Digitalisierung. Daher sei gerade wieder eine neue Welle des Vampir-Trends zu spüren, so Lucke. Der Ethnologe erzählt ausführlich, wie der Dracula-Roman vom Bram Stoker dafür sorgte, dass das Thema von vielen bis heute im rumänischen Transsylvanien verortet wird. Dabei sei der Vampirglaube universal und uralt, bereits in der Jungsteinzeit um 2500 v.u.Z. verbreitet, so Arne Lucke. Auch im Spreewald und in Mexiko ist er auf verschieden Weise belegt. Durch die Vermischung von heidnischen und christlichen Bräuchen hätten die Mexikaner bis heute ein besonderes Verhältnis zum Tod mit speziellen Bräuchen. Den Tag der Toten (Día de los muertos) feiern sie mit speziellen Süßigkeiten, wie den Skeletten aus Pappmaché und Zucker.
Auch über die zeitgeschichtliche Archäologie spricht Arne Lucke, etwa über die aktuellen Grabungen im ehemaligen Protestcamp in Gorleben, in dem Lucke 1980 selbst gelebt hat, wie er erzählt. Die historische Archäologie hat er im Wendland in [Rundlingsdörfern]( http://www.rundlingsverein.de) betrieben und dort in abgebrannten Häusern geforscht.
Arne Lucke ist von Neugier und Interesse an Menschen, Zeiten und Kulturen angetrieben. Seine letzte vierwöchige Reise führte ihn im Frühjahr 2018 in den Iran, ein wundervolles Land voller gastfreundlicher Menschen und einer faszinierenden Kultur. Wenn er ins Wendland zurückkehrt, genieße er jedes Mal die Weite der Landschaft und Natur.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK33: Kunst, Kultur, Widerstand – Kukate und Kulturelle Landpartie im Wendland

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Michael Seelig hat im Wendland vieles initiiert, bewegt und vorangebracht. In den 70er Jahren gründete er in Waddeweitz auf einem Resthof den [Werkhof Kukate](http://werkhof-kukate.de/). Gemeinsam mit anderen Akteuren hat er die [Kulturelle Landpartie]( https://www.kulturelle-landpartie.de) auf den Weg gebracht und sie von Beginn an mitgestaltet. Außerdem ist Seelig Vorstand der [Grünen Werkstatt Wendland]( http://www.gruene-werkstatt-wendland.de), ein Kreativ- und Ideenlabor, das soziale Innovationen in der Region vorantreibt.
Michael Seelig erzählt von den Anfängen seines Werkhofes Kukate, einer fast 200 Jahre alten Hofstelle mit einem Vierständer-Fachwerkhaus und mehreren Nebengebäuden. Er berichtet, wie er das Konzept für das gemeinsame handwerkliche Schaffen mit seiner Frau Inge über die Jahre weiterentwickelt hat. Ihr Schwerpunkt ist das Handweben. In einigen Ländern gehört dieses besondere Handwerk bereits zum [immateriellen Kulturerbe]( https://www.massivkreativ.de/wir-echt-bunt-immaterielles-kulturerbe) der UNESCO. Seit 1990 organisiert Inge Seelig in Kukate die Weberklassen als nebenberufliche Ausbildung. Nach 4 Jahren können die TeilnehmerInnen sie mit der Gesellenprüfung abschließen. Auch die Zeitschrift weben+ wird von Inge Seelig herausgegeben. Sie die einzige deutschsprachige Fachzeitschrift für das Handweben.
In Kukate treffen sich Gleichgesinnte, die eine große Liebe und Begeisterung für das Handwerk teilen. Abseits vom Alltagstreiben können sie sich einer künstlerischen oder handwerklichen Tätigkeit widmen und auch über Nacht bleiben. Kukate beherbergt eine Webwerkstatt, eine Töpferei, eine Goldschmiede, eine Tischlerwerkstatt sowie mehrere Räume, die nach Bedarf gestaltet und genutzt werden können. Eine große Gemeinschaftsküche bietet die Möglichkeit der Selbstverpflegung, auch das schmiedet die Gäste des Werkhofes immer wieder aufs Neue zusammen. Nach getaner Arbeit treffen sich die Kreativen zum Essen und Austausch in einem Aufenthaltsraum im Werkstattgebäude oder in der großen Diele mit offenem Kamin. Bei schönem Wetter tauschen sich die Gäste draußen im kopfsteingepflasterten Hof unter alten Kastanienbäumen aus.
Im zweiten Teil des Interviews erzählt Michael Seelig darüber, wie 1989 die Kulturelle Landpartie (KLP) im Wendland entstand und wie sich die Wunde.r.punkte über die Jahre stetig weiterentwickelt haben.
Jedes Jahr zwischen Himmelfahrt und Pfingsten bieten Bürger in über 90 Dörfern im Wendland Ausstellungen und Veranstaltungen an – aus den Bereichen Kunst und Kunsthandwerk, Musik, Klangkunst und Theater, Ökologie und Nachhaltigkeit, Politik und Kabarett, Performance und Tanz, Vorträge, Lesungen und Führungen. Über 800 Künstler sind daran beteiligt. Die Wurzeln der KLP liegen im politischen Widerstand gegen das Atommüll-Lager Gorleben. Das gelbe X wurde weit über die Grenzen des Wendlandes hinaus zum Symbol des Widerstandes. Zur 30. Kulturellen Landpartie vom 30. Mai bis 10. Juni 2019 lassen sich Künstler und Kreative wieder in ihren Ateliers und Werkstätten über die Schulter schauen.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK32: Altes bewahren, Neues wagen - Architektur im Wendland

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[Ralf Pohlmann](http://pohlmann-architekten.de) ist Neuschöpfer, Bewahrer und Erneuerer. Als Architekt baut er im Wendland neue Gebäude, vor allem Schulen, und saniert alte Bausubstanz, z. B. historische Hallenhäuser und alte Kornspeicher wie in Gartow. Oberstes Gebot für ihn ist, den besonderen Geist der alten Gebäude zu schützen. Zu seinen aktuellen Projekten zählt die alte [Eisenbahnbrücke bei Dömitz](https://www.geschichtsspuren.de/artikel/verkehrsgeschichte/52-doemitz-eisenbahnbruecke.html), die früher Mecklenburg und Niedersachsen verband und heute unter Denkmalschutz steht. Erbaut wurde die ursprünglich 986 Meter lange Brücke zwischen 1870 und 1873 von der Berlin-Hamburger Eisenbahngesellschaft. Am Ende des 2. Weltkrieges haben die Alliierten sie bei einem Luftangriff stark zerstört. Es blieben nur Überreste auf dem westlichen Teil der Elbe in Niedersachsen, 16 Brückenbögen mit dem zugehörigen Brückenkopf.
2010 ersteigerte der niederländische Unternehmer Toni Bienemann das Bauwerk aus dem ehemaligen Besitz der Deutschen Bahn. Gemeinsam mit dem Freundeskreis Dömitzer Eisenbahnbrücke plant er, aus dem alten Industriedenkmal einen „Skywalk“ zu machen. Auf dem Natur-Laufsteg sollen Besucher tagsüber die Weite des Elbblicks genießen und nachts in den endlosen Sternenhimmel blicken. Weil die Brücke inmitten des Biosphärenreservats Niedersächsische Elbtalaue liegt, können Naturliebhaber von hier aus auch Tiere beobachten und sich an Pflanzen erfreuen.
Im Interview berichtet Architekt Ralf Pohlmann über Herausforderungen bei der Sanierung der Eisenbahnbrücke. Er beschreibt die Besonderheiten des einzigartigen Industriedenkmals: das wehrhaft gestaltete Brückenhaus und seine 16 Flutbrückenbögen. Pohlmann gibt einen Überblick über weitere spannende Sanierungsprojekte im Wendland, u. a. über die Wiederherstellung und Umnutzung des alten vierstöckigen vierstöckigen [Fachwerk-Kornspeichers in Gartow](https://region-wendland.de/sehensw%C3%BCrdigkeit/zehntspeicher), der schon im 16. Jahrhundert erbaut wurde. Zuletzt erzählt er, wie für ihn eine moderne, zeitgemäße Schule aussehen muss, um Kindern und Jugendlichen eine inspirierende Lernumgebung zu bieten.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK31: Soziale Innovationen im Ideenlabor - die Grüne Werkstatt Wendland

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###[Die Grüne Werkstatt](http://www.gruene-werkstatt-wendland.de/) versteht sich als kreatives Ideenlabor und Impulsgeber für das Wendland, Plattform und Prototyp in einem. Das Büro ist im ehemaligen Alten Postamt in Lüchow untergebracht, kurz [Postlab](http://www.gruene-werkstatt-wendland.de/postlab-kreativlabor/ueber-das-postlab) genannt. Ein engagierter Kreis von Ehrenamtlichen entwickelt und koordiniert neue Vorhaben, die jeweils über Projektförderungen finanziert werden. Hinter der grünen Werkstatt steht ein kleiner gemeinnütziger Verein, der Netzwerke zwischen Hochschulen, Schulen, Verwaltungen und regionaler Wirtschaft initiiert und so die Region stärkt. Zu den Initiatoren gehören Bürger, Vertreter der Kreisverwaltung Lüchow-Dannenberg und der Wirtschaftsförderung, Künstler, Handwerker und Unternehmer. Die Grüne Werkstatt Wendland beschreibt sich selbst als „Treffpunkt für Menschen, die für ihre Projekte Mitdenkende, Mitmachende und Ermöglichende suchen, als Platz für Freischaffende und Firmengründende, die nicht allein arbeiten wollen, sondern Austausch suchen, als Raum für Menschen, die etwas bewegen wollen und sich darüber mit anderen austauschen wollen, als gute Adresse für Wendländer auf Zeit, die an ihren Ideen arbeiten wollen, als Ort, an dem man gut Kaffee trinken und Ideen ausbrüten kann“. Die Aktion [Willkommenstrunk]( https://www.massivkreativ.de/nachlese-kreative-ideen-fuer-gefluechtete-aus-der-community/) zum Beispiel erfand eine kreative Gruppe um Webdesignerin Simone Walter, bei der Geflüchtete und Einheimische gemeinsam Äpfel ernteten und daraus einen Saft pressten.
Nicole Servatius übernahm direkt nach ihrem Studium an der [HAWK Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim](https://www.hawk-hhg.de/) die Leitung des Projektbüros der grünen Werkstatt. In Design Camps brachte sie junge Design-Studenten und Absolventen mit lokalen Unternehmen zusammen, die gemeinsam neue maßgeschneiderte Produkte und Geschäftsmodelle entwickelten. Im Interview berichtet Nicole Servatius über weitere Projekte der grünen Werkstatt, z. B. über Ausstellungen junger Designerinnen im Wendland und im Museum Wustrow, z. B. „Museum öffne Dich“ und „Stadt Land Flucht“ [Ausstellungen]http://www.gruene-werkstatt-wendland.de/foerderpreis/echt-wendland/ und über „Leben auf dem Lande - Wohnen auf großen Höfen“. Sie stellt ihre neue Tätigkeit als Leiterin der Stabsstelle [Regionale Entwicklungsprozesse des Landkreises Lüchow-Dannenberg] vor (https://www.luechow-dannenberg.de/desktopdefault.aspx/tabid-1053/1313_read-4218/) und das neu gestartete Projekt [Wendlandlabor](https://wendland-net.de/post/foerderung-bewilligt-wendlandlabor-kann-starten-33877) des Landkreises Lüchow Dannenberg als Projekt für soziale Innovationen. Sie spricht über Synergie-Effekte für die Grüne Werkstatt, über junge Fachkräfte für die Region, über Chancen, Potentiale und den besonderen Charme des Wendlands.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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MK30: Leben und Arbeiten im Wendland: der Cartoonist Wolf-Rüdiger Marunde

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Der Cartoonist und Illustrator [Wolf-Rüdiger Marunde]( http://www.wolf-ruediger-marunde.de/home/) ist in Hamburg geboren, dann in ländlichem Umfeld auf einem Bauernhof in Schleswig-Holstein aufgewachsen und lebt seit 1988 im Wendland. Er hat für viele Print-Magazine gezeichnet, u. a. für Brigitte, Stern und Pardon. Bis heute erscheint ein wöchentlicher Cartoon von ihm in der HÖRZU. In seinen lebensprallen Zeichnungen und Illustrationen nimmt Marunde häufig Bezug auf das Landleben. Seine Helden und Charaktere, z. B. Tiere, häufig Schweine, Bauern, Jäger, Großstädter und Umweltaktivisten stammen aus Stadt und Land. Wenn beide Welten aufeinandertreffen, ergibt sich „Zündstoff“. Auch Umwelt und Politik thematisiert Marunde in seinen Arbeiten. Im Interview erzählt er, was das Besondere am Wendland ist, wie er die Anti-Atomkraft-Bewegung rundum Gorleben erlebt hat, wie die Kulturelle Landpartie einst begann, wie er heutige gesellschaftliche Entwicklungen und Probleme sieht, welche Rolle Künstler in der Gesellschaft spielen und über seine künstlerische Arbeit und seine Recherchen. Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)

MK29: Kreative Ideen für das Dorf Rüterberg an der Elbgrenze in Mecklenburg

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Carmen M. Borchers hatte ein bewegtes Berufsleben in Hamburg. Sie war u.a. als Übersetzerin, interkulturelle Trainerin und Bildungscoach tätig. An den Wochenenden zog sie sich zum Auftanken nach Rüterberg zurück, in ein kleines Dorf in Mecklenburg-Vorpommern an der östlichen Elbgrenze. Wegen der besonderen Lage hat der Ort Geschichte geschrieben. Inzwischen ist Carmen M. Borchers ganz nach Rüterberg gezogen, betreibt hier u. a. die Elbgoldmanufaktur, die entsprechend der Jahreszeiten kleine Delikatessen aus der Natur sowie Kunst und Handwerk bietet. Antje Hinz, MassivKreativ, hat mit ihr über die Gegenwart und über kreative Ideen für die Zukunft des Ortes Rüterberg gesprochen. Etwa 200 Einwohner hat Rüterberg heute, 50% Einheimische und 50% Zugezogene. Beim Miteinander gibt es noch Luft nach oben, findet Carmen M. Borchers. Mit der Umnutzung des alten Gasthauses zu einem Gemeinschaftshaus will sie aktiv mit anderen MitstreiterInnen und einem Verein dazu beitragen, dass alte und neue Rüterberger Bürger enger zusammenwachsen. Auch ein kleines Heimatmuseum soll wiederbelebt werden, ebenso das Gasthaus und eine Pension mit vier Zimmern. Angestrebt wird ein maßvoller Tourismus, der die Ruhe des idyllischen Ortes nicht zerstört. Rüterberg hat eine besondere Geschichte: Zu DDR-Zeiten war der kleine Ort komplett mit Grenzanlagen umzäunt und nur über ein kleines Tor passierbar - zwischen 5 Uhr morgens und 23 Uhr abends. Passkontrollen waren für die Dorfbewohner allgegenwärtig. Besuch musste sechs Wochen vorher angemeldet werden. An den Alltag der Dorfbewohner damals und das Ereignis der "Dorfrepublik Rüterberg" erinnert Meinhard Schmechel im Interview mit Antje Hinz. Schmechel war von 1981 bis 2004 Bürgermeister in Rüterberg.

MK28: Faktor Mensch - Kreativität als Grenze lernender Systeme?

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Lässt sich Kreativität durch selbstlernende Systeme automatisieren? Wo punktet nach wie vor der Mensch - ungeachtet des Vormarsches von Künstlicher Intelligenz und Algorithmen. Oder ist eine Partnerschaft zwischen Mensch und Künstliche Intelligenz der neue Königsweg? Darüber diskutiert Wissenschaftsjournalistin und Wissensdesignerin Antje Hinz, Silberfuchs-Verlag & Medienportal MassivKreativ.de bei der Open 2017 in Stuttgart mit
Prof. Michael Zöllner, Hochschule Hof: „Designer sollten die Künstliche Intelligenz mitgestalten“ und Robin Hofmann, HearDis! GmbH: „Lernende Systeme schaffen Platz und Zeit für mehr menschliche Kreativität“.
Prof. Michael Zöllner studierte Kommunikationsdesign an der HAW Würzburg Schweinfurt und in den USA. Er arbeitete bei Pixelpark in Berlin und am Fraunhofer Institut für Graphische Datenverarbeitung in Darmstadt und leitete Forschungs- und Industrieprojekte der Abteilung “Augmented & Virtual Reality“. Seit 2012 ist Michael Zöllner Professor für Interaktions- und Informationsdesign an der Hochschule Hof / Campus Münchberg. Sein Forschungsteam entwickelte zuletzt die offene Bewegungs-Analyse-Plattform okinesio und das Co-Learning Lab, um mittelständische Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen.
Robin Hofmann ist Kommunikationsdesigner, Audio- und Musikexperte. Er hat schon während seines Studiums als DJ gearbeitet, war dann Mitbegründer des DJ& Produzenten-Teams und der Plattenfirma „Pulver Records“. Es folgten gefeierte Musikproduktionen, internationale Veröffentlichungen, weltweite Auftritte, Touren, Organisation, Lizenzierung und Marketing. Aus all dem entstand dann die Idee für die Corporate Sound Agentur „HearDis!“, 2004 hat Robin Hofmann sie zusammen mit Felix Haaksman gegründet. Hofmann ist hier als Geschäftsführer tätig und außerdem als Creative Director für die Entwicklung neuer Konzepte und Strategien zuständig, u. a. für ein lernendes System im Bereich Musikauswahl und Audiobranding.
Artikel zum Thema: [Watson_kreativ]http://www.massivkreativ.de/kuenstliche-intelligenzen-wie-kreativ-sind-watson-und-co/
Ein Mitschnitt von der Open 2017 in Stuttgart, Konferenz für Digitale Innovation, Panel: https://youtu.be/OAKErTyC9tg Infos: [OpenKonferenz 2017] https://www.openkonferenz.de/programm/ki-kreativitaet/ Expertenpanel „Faktor Mensch – Kreativität als Grenze lernender Systeme?“ Veranstalter der Openkonferenz: MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH. Moderation: [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html)
Mehr Infos hier: [MassivKreativ.de](http://www.massivkreativ.de)
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MK27: Vortrag Kreativität und Künstliche Intelligenz

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Künstliche Intelligenz ist tief in unseren Alltag vorgedrungen. Sie ist vielerorts Mitbewohnerin geworden „smart home“, sie bestimmt unser Konsumverhalten, verändert unser Zusammenleben, unsere Arbeitswelt und rüttelt an den Grundfesten unseres Selbstverständnisses, wie der israelische Autor Yuval Noah Harari in seinem Buch «Homo Deus: Eine Geschichte von morgen» schreibt.
Nun erobert Künstliche Intelligenz auch Bereiche, die bislang eigentlich Künstlern vorbehalten waren bzw. Akteuren aus der Kultur- und Kreativszene: Die selbstlernenden Systeme komponieren, sie dichten und kochen, sie malen und zeichnen, sie übersetzen, texten Nachrichten und schneiden Videobeiträge, stellen Modekollektionen und Themen_Magazine zusammen, sie kombinieren vorhandene Erzählplots und schaffen so neue Gruselgeschichten und Science-Fiction-Drehbücher.
Aber: Kann man bei den bewältigten Aufgaben selbstlernender Systeme tatsächlich von Kreativität sprechen?
Oder anders gefragt: Wenn Künstliche Intelligenz heute schon so viel kann, welche Arbeitsbereiche, Lebenswelten und Themen bleiben dann eigentlich noch für uns Menschen übrig? Diesen Fragen geht Wissenschaftsjournalistin und Wissensdesignerin Antje Hinz, Silberfuchs-Verlag & Medienportal MassivKreativ.de in Ihrem Vortrag nach. Ihre These: „Mit unserer Kreativität und unseren Fragen entscheiden wir über unsere Zukunft.“
Artikel zum Thema: http://www.massivkreativ.de/kuenstliche-intelligenzen-wie-kreativ-sind-watson-und-co/
Ein Mitschnitt von der Open 2017 in Stuttgart, Konferenz für Digitale Innovation, Panel: https://youtu.be/OAKErTyC9tg Infos: https://www.openkonferenz.de/programm/ki-kreativitaet/
Expertenpanel „Faktor Mensch – Kreativität als Grenze lernender Systeme?“ Veranstalter der Openkonferenz: MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH.

MK26: spokenwork - Poetry-Slam bei der BTC AG Oldenburg

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Was kann ein IT-Consulting-Unternehmen von einem Slam-Poeten lernen? Wie wirkt Poetry-Slam auf die Unternehmenskultur? Wieviel Mut und Risikobereitschaft braucht der Vorstand, um gemeinsam mit Kollegen an einem Poetry-Slam-Workshop teilzunehmen, eigene Texte zu schreiben und sie in einem öffentlichen Poetry-Slam-Wettbewerb im Unternehmen zu präsentieren? Wie reagieren die Kollegen im Publikum? Wie lassen sich die Erkenntnisse aus dem künstlerisch-kreativen Projekt nachhaltig im Unternehmensalltag und in der Organisationsentwicklung verankern? Wie geht es nach dem Poetry Slam-Projekt weiter? Antworten auf diese Fragen gibt der neue MassivKreativ-Podcast von Antje Hinz: ein Interview mit dem Slam-Poeten Björn Högsdal sowie den BTC-MitarbeiterInnen Ann Cathrin Bach, Nele Tiemeyer und Dirk Thole. Der Podcast entstand mit Unterstützung der [BTC Business Technology Consulting AG]( https://www.btc-ag.com/de/index.htm).
BTC Business Technology Consulting AG Oldenburg ist eines der führenden IT-Consulting-Unternehmen in Deutschland, gegründet im Jahr 2000 mit dem Ziel, Kunden aus den Branchen Energie, Industrie, Telekommunikation und Öffentlichem Sektor ganzheitlich zu beraten: im Bereich Software und IT. BTC bietet vielfältige Dienstleistungen an: von Prozessberatung über Systemintegration bis hin zum Betrieb von IT-Systemen, der Entwicklung von Softwareprodukten und Social Workplace – Beratung in der Arbeitswelt 4.0. Über 1.600 Mitarbeiter arbeiten in 8 Niederlassungen in Deutschland und an 8 Standorten weltweit, u. a. in der Schweiz, in Japan, in Polen, Frankreich, Rumänien und in der Türkei.
Der Mensch steht bei der BTC AG immer im Mittelpunkt – als Kunde, Partner und als Mitarbeiter. Das Motto von BTC heißt: „Menschen beraten“. Es ist Basis für eine partnerschaftlich geprägte Unternehmenskultur, die auf Fairness, Wertschätzung und Gleichbehandlung setzt. Was das mit dem Projekt #spokenwork zu tun hat, ist im Podcast zu hören.
Das Interview führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html)
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MK25: Geld ist für die Menschen da - GLS Bank und die Kultur- und Kreativwirtschaft

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Wie verwirklicht die GLS Bank als erste sozial-ökologische Genossenschaftsbank ihren Leitgedanken: "Geld ist für die Menschen da"? Wie gelingt es ihr, die Wirtschaftlichkeit ihrer Mitglieder zu fördern und nicht nur Gewinne zu maximieren? Wie reagiert die Bank auf neue gesellschaftliche Herausforderungen, wie z. B. Digitalisierung, Demografiewandel, Neue Arbeit und Wertewandel? Welche Schnittstellen und Kooperationsprojekte gibt es mit der Kultur- und Kreativwirtschaft, z. B. in den Bereichen Marketing, Social Media/Digitale Kommunikation, Storytelling, crowdinvesting, FinTech, Blockchain, Service-Design, Marken- und Veranstaltungsdesign? Welche Kommunikationswege nutzt die GLS Bank, um die Öffentlichkeit zu erreichen? Wie sieht die Zukunft der Banken bzw. der GLS Bank aus? Welche Aufgaben werden Banken zukünftig übernehmen, wenn viele Aufgabenbereiche digitalisiert sind?
Das Interview mit [Thomas Jorberg GLS Bank](https://www.gls.de/privatkunden/gls-bank/gremien/thomas-jorberg/) führte [Antje Hinz](http://www.massivkreativ.de/massivkreativ-live-antje-hinz-informiert-inspiriert-interagiert/) (MassivKreativ, Wissenschaftsjournalistin, Wissensdesignerin, Medienproduzentin, Verlegerin im [Silberfuchs-Verlag](http://www.silberfuchs-verlag.de/verlagsprogramm/laenderhoeren/index.html), Moderatorin, [Speakerin](https://speakerinnen.org/de/profiles/antje-hinz)
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Über diesen Podcast

Der MassivKreativ-Podcast navigiert durch die spannende Welt der Kultur- und Kreativwirtschaft, stellt in Interviews und Reportagen Akteure und Helden vor, zeigt deren Innovationspotenziale und Impulse für Gesellschaft, Wirtschaft, Politik, Stadtentwicklung, Zivilgesellschaft und Bildung. Kreativität geht oft überraschende Wege. Genauso inspirierend soll MassivKreativ sein, es verbindet, gibt Impulse, sät Begeisterung und Leidenschaft, erweitert den Horizont und macht Mut, sinnstiftend, kreativ und innovativ zu wirken.
Ich freue mich über Nachrichten, Ideen, Anregungen!
Antje Hinz, MassivKreativ

von und mit Antje Hinz

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